Tipps und Tricks

Interior Design Tipps und Tricks – 7

Richtiges in Szene setzen von Bildern im Interior Design

Heute möchte ich über das Aufhängen von Bildern sprechen. Dieses Thema ist eines, das viele unserer Kunden erst verunsichert und dann plötzlich das gewisse Etwas in Ihren gewohnten Wohnflächen ausmacht.  Interior Design befasst sich mit Stimmungen. Bilder geben Ihrer Stimmung und Ihren Gedanken, Ihren Erfahrungen und Erlebnissen ein Gesicht.

Bilder an Ihrer Wand bringen die Art wie Sie die Welt sehen zum Ausdruck.  Sie stehen für Ihren Schönheitsbegriff, für Dinge, die Sie erlebt haben, Momente die Sie gewählt haben um Ihr Umfeld mit Ihren Erinnerungen  zu füllen und gemütlich zu machen.

Die meisten Menschen haben ein System nach dem sie Bilder aufhängen, sie tun es so wie sie es gewöhnt sind, so wie es bei den Eltern war oder so wie sie es in Zeitschriften oder bei Freunden gesehen haben.

Nach langjähriger Erfahrung und vielen Kundengesprächen, Gesprächen mit Freunden und vielen, vielen Wohnungen und Häusern, die ich gesehen habe, ist mir aufgefallen, dass Bilder immer noch aufgehängt werden, wie man eben Bilder aufhängt.

Wenn es um das Einrichten Ihres Zuhauses geht, streichen Sie als aller erstes das Wort MAN, denn Sie sind nicht MAN. Bilder müssen nach Gefühl aufgehängt werden, willkürlich und sie sind nicht verpflichtet in den selben Rahmen zu sein, sie müssen nicht gleich groß oder klein sein, sie müssen nicht die selben Motive haben, sie müssen auch nicht alle Fotos oder alle Aquarelle, Öl- oder Acryl- Malereien sein. Sie müssen nicht auf Augenhöhe hängen und sie müssen nicht in der Mitte der Wand hängen.

Wie bei Allem was unüblich ist, gibt es nur eines was empfehlenswert ist.  Es soll nicht aussehen als wäre es unabsichtlich passiert. Es sollte leicht erkenntlich anders und gewollt anders aussehen.

Ich habe vor ewigen Zeiten eine Ausstellung in London besucht und war fasziniert, denn ein recht berühmter Grafiker hat in einem renommierten Museum in London eine große Ausstellung gemacht. Ich stand lange vor dem Eingang um die Emotionen der Besucher einzufangen. Viele, die das Museum verfließen waren aufgebracht und haben sich veräppelt gefühlt.  Einige wenige kamen beschwingt und lachend heraus und fanden die Ausstellung großartig. Sehr gespannt bin ich dann in das Museum gegangen. Dieser Mann, hat alles was ich bis dahin gesehen habe ad absurdum geführt.  Der Untertitel der Ausstellung war: „Wie ich die Welt betrachte und wie Gott mich sieht.“ Es klang nach einem selbstherrlichen und hochtrabenden Titel, aber er brachte es auf den Punkt. Alle seine Zeichnungen waren nicht größer als 15x15cm und hingen in Knöchelhöhe  oder maximal auf mittlerem Unterschenkel.  Es war nicht nur eine großartige Ausstellung, sondern sie hat unter Beweis gestellt, dass es nicht immer wichtig ist etwas in Augenhöhe zu haben um es zu bemerken um einen magnetisch anzuziehen.

Hängen sie Bilder so auf dass sie untereinander eine Spannung erzeugen, dass sie eine Geschichte erzählen und wenn Sie nicht wissen wie Sie Spannung erzeugen, holen Sie sich einen Interior Designer zur Hilfe oder rufen Sie uns an wir helfen gerne.

 Dreamer

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